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Ein Googler über die Schwachstelle von Facebook: Es ist von Programmierern gemacht

Paul Adams ist wohl ein recht wichtiger Mann bei Google, der seine Finger bei Buzz und YouTube im Spiel hat(te). Bei allen Gerüchten über den potentiellen Facebook-Konkurrenten Google Me ist das natürlich spannend, wenn sich so einer zum Thema Soziale Netzwerke äußert. Oder eher ganz unverhohlen zu Facebook. Oder eher zu Facebooks Schwächen.

Insbesondere geht es um das Thema Privatsphäre und die These, dass man beim Bau der Infrastruktur für ein Soziales Netz (welches da wohl gemeint sein könnte ...?) nicht vorrangig technisch, sondern soziologisch, psychologisch und kulturell an die Sache rangehen muss. Das ist im Kern eine These, die ich unterschreiben würde. Facebook ist von Programmierern gemacht und das merkt man nach wie vor. Nicht dass etwas schlecht ist, weil es von Programmierern gemacht wurde, um Gottes Willen nein! Aber ein Sozialpsychologe wird ein paar Dinge im zwischenmenschlichen Bereich besser verstehen und entsprechende Anforderungen an den Produktmanager weitergeben können als ein Entwickler. Das ist nunmal seine Profession. Vor dem Programmieren von Google Me (oder zumindest parallel) scheint man sich also intensiv (und hoffentlich auch professionell) mit mit den Beziehungen von Menschen und deren daran geknüpfte Bedürfnisse zu beschäftigen. Merkt man auch am Stil dieser wirklich interessanten Präsentation.

(via Skeptic Geek)

Nachtrag 1: Ich muss hier auch an Heideggers Aussage "Wissenschaft denkt nicht" denken. Gar nicht so weit weg von diesem Thema.

Nachtrag 2: Passend auch dieses Zitat von Leander Wattig
Konkret gesprochen sollten wir uns überlegen, was für ein Haus wir bauen wollen. Erst danach sollten wir uns für bestimmte Werkzeuge wie die Plattform X oder das Social Network Y entscheiden, wenn sie geeignet erscheinen.

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