Filed under

iPad

 

Rumpelstilzchen als Aufklappbuch für das iPad

Wie gut Geräte wie das iPad für Kinder geeignet sind merke ich immer wieder wenn ich sehe, wie selbstverständlich meine Nichte mittlerweile mit Apples Tablet umgeht. Ist doch klar, dass eine Reihe von Entwicklern Apps für diese neue Zielgruppe entwickelt. Insbesondere das Kinderbuch ist hier auch von Interesse. Eine faszinierende Umsetzung des Rumpelstilzchens gibt es in Kürze für iPhone und iPad, eine Video-Demo gibt es schon:

(via The Next Web)

Filed under  //   E-Book   Kinderbuch   Video   iPad  

Comments [0]

Ein paar Tipps für die iPad-Ausgabe der ZEIT

Foto-1

Als ich gestern Abend die neue iPad-App der ZEIT heruntergeladen und getestet habe hat es mir doch ein wenig die Sprache verschlagen. Gerade von der ZEIT, die für gewöhnlich viel Wert auf das Edle legt, hätte ich etwas Anderes erwartet. Ich will jedoch kein Review schreiben, das hat Alex Olma schon beim iphoneblog getan (und das noch sehr wohlwollend). Ich mag die ZEIT und ich würde sie liebend gerne auf dem iPad kaufen, weshalb ich statt zu meckern ein paar konstruktive Vorschläge bringen möchte.

Ich wünsche mir eine iPad-Ausgabe als eigenständiges Produkt. Keinen PDF-Viewer und keine aufgehübschte Darstellung der Webseite. Die Daten liegen doch für gewöhnlich in einem Redaktionssystem und lassen sich als XML auch wieder herausholen. Mit ein bisschen Liebe zum Detail sollte auf dieser Basis ein Layout zu schaffen sein, das mindestens an das vom SPIEGEL heranreicht (meiner Meinung nach die Mindestanforderung). Für die, die hier nicht so den Überblick haben: Marc hat sich bei MacVillage verschiedene Zeitschriften-Apps angesehen und vorgestellt. Eine ordentliche Artikeldarstellung die im Hoch- wie im Querformat funktioniert und eine intelligente Navigation durch die Ausgabe sollten obligatorisch sein, daran will ich mich auch gar nicht festbeißen. 

Ein Fehler den man sich ersparen könnte wäre, dem weitverbreiteten Irrlauben aufzusitzen, eine digitale Zeitschrift müsse mit wilden Videos und interaktiven Grafiken vollgestopft werden. Kostet viel Geld und ist nicht mehr als ein Gimmick. Eine Fokussierung auf diese Äußerlichkeiten sorgt nur dafür, die genotypischen Eigenschaften des Produkts zu vernachlässigen die da sind: hervorragend recherchierte und geschliffene Texte und davon eine qualitativ und quantitative Selektion. Stellt man das in den Mittelpunkt, wären viel mehr als die hübsche Hülle Folgendes interessant:

1. Textarbeit
An erster Stelle will ich Artikel lesen (und zwar gerne genau die, die auch in der Printausgabe enthalten sind) und das möglichst angenehm. Das ist obligatorisch. Mit manchen Artikeln möchte ich aber mehr machen. Ich will sie ausschneiden und in eine Mappe stecken, was im Prinzip einer Favoriten-Funktion entspricht. Ein Element der App sollte demnach eine sortier- und durchsuchbare Sammelmappe sein. Orientierung bietet hier etwa Evernote oder Reeder. Um gleich zu sehen, warum ich den Artikel aufgehoben habe, will ich zentrale Textstellen markieren und Notizen hinzufügen. Hier könnten wir 1:1 die analogen Funktionen der iBooks übernehmen, die vielen Nutzern auch schon vertraut sind und mit denen man ziemlich gut arbeiten kann.

2. Zitate statt Artikel teilen
Das ein Artikel bei Facebook o.ä. gepostet werden können sollte ist ebenfalls wieder obligatorisch. Meistens hat es allerdings einen Grund, warum ich einen Artikel poste, oder versende. Zudem haben wir bei einer iPad-Asugabe das Problem, nicht auf eine Webseite verlinken zu können. Ich würde deshalb empfehlen, Zitate statt einer Überschrift zu posten. Nehmen wir eine maximale Zahl von x markierbaren Zeichen, die dann mit einem Share-Button verbreitet werden können. "Zitat posten", "Zitat per E-Mail versenden" usw. Das Zitat bekommt einen ordentlichen Verweis woher es stammt und einen Link und kann so auf allen Kanälen verbreitet und eingebunden werden.

3. Notizen und Kommentare
Wenn ich wie in 1) beschrieben Textstellen mit Notizen versehen kann erwächst in mir das Bedürfnis, von ein paar anderen ZEIT-Lesern wissen zu wollen, wo sie welche Anmerkungen hinzugefügt haben. Hier könnte ein primitives Follower-System Abhilfe schaffen. Ich kann von anderen ZEIT-Abonnenten die Notizen abonnieren und auf Knopfdruck in den geöffneten Artikel einblenden. Das ließe sich auch noch weiter aufbohren. So könnten Notizen z.B. Likes bekommen oder selbst wieder kommentierbar sein. Somit könnten Top-Notizen ebenfalls einblendbar sein und so dem Artikel ein kollaboratives Element verleihen.
Nichts spricht auch dagegen, einen Artikel ganz konventionell zu kommentieren und diese Kommentare als "Diskussion zum Artikel" optional einzublenden.

4. Aktualität durch Anbaumaßnahmen
Jeder Artikel könnte darüber hinaus optional eine erweiterte Ansicht im Programm haben. Eventuell gibt es doch hier und da doch digitalen Content wie ein Video oder Ähnliches, der gut zum Artikel passt. Wegen mir müsste der nicht in den Originalartikel integriert werden. In der erweiterten Ansicht aber würde ich mir gerne ansehen, was die ZEIT sonst noch zum jeweiligen Thema zu bieten hat. Auch wenn aktuelle Ereignisse etwa dazu führen, dass ein Dienstag gedruckter Artikel Donnerstag überholt ist und von ZEIT ONLINE etwas Neueres existiert, sollte es mit eingeblendet werden. Die App könnte mich mit dem bekannten roten Punkt dann darauf aufmerksam machen, dass sich bei einem Thema etwas getan hat. Aber mehr Aktualität braucht es nicht, denn die ZEIT ist digital eher ein Magazin als eine Zeitung (und auch bei der gedruckten Version ist nur die physische Erscheinung der Unterschied).

Für eine ZEIT, die ich angenehm lesen, aufheben, teilen und diskutieren kann, würde ich definitiv so viel Geld ausgeben, wie für die gedruckte Ausgabe.

Filed under  //   App   DIE ZEIT   Zeitschrift   iPad  

Comments [0]

Warum Billig-Tablets keine Gefahr für das iPad sind

Bildschirmfoto_2010-06-17_um_2

Topmeldung bei thenextweb heute war die Entdeckung eines irgendwie heimlich existierenden Billig-Tablets des chinesischen Unternehmens Shenit. Kannte niemand bisher. Kann man aber über die Homepage bestellen. In der billigsten Variante für schlappe 119 US-Dollar. Das gute Stück läuft mit Android, hat in der kleinen Ausführung einen 7-Zoll-Bildschirm und auch sonst alle möglichen netten Dinge, die es durchaus attraktiv machen. Nun könnte man denken, dass bald alle Welt günstige Tablets dieser Art kaufen wird. Ich glaube nicht das dem so ist.

Heute Nachmittag hatte ich ein Gespräch mit einer Bibliothekarin, eher konservativ, aber das iPad war ihr ein Begriff. So kamen wir ins Reden und sie brachte ein ganz zentrales Argument. WENN sie schon irgendetwas Computer-artiges zu Hause hat, dann muss auf jeden Fall gesichert sein, dass sie da nichts mit Viren zu tun hat, nicht ausgespäht wird und alles schön einfach und durchschaubar ist. Und das sind nun genau die Vorteile eines geschlossenen Systems wie dem von Apple. Und Apple richtet sich viel mehr an die Bibliothekarin als an die Early Adopter. Vertrauen auf Einfachheit und Sicherheit ist ein zentrales Gut in der Strategie von Apple. Und der Wettbewerbsvorteil gegenüber Shenit. Und deshalb wird sich die Bibliothekarin demnächst ein iPad zulegen. Obwohl es viel mehr kostet und keinen USB-Anschluss hat.

Filed under  //   Apple   Shenit   Tablets   iPad  

Comments [0]

taz als erste im iBook-Store

Taz

 

Mit verschämten Stolz vermeldet die taz ihren Einzug in die iPad-Welt. Ich hab's mir eben mal angesehen und auch wenn man sofort eine Meckerliste starten könnte - ich finde das hat was. Im klassischen iBook-Layout kommen immer zunächst immer eine Einzel- oder Doppelseite, als mittelmäßiges jpg eingescannt und nur für den optischen Eindruck relevant. Danach folgen (siehe Screenshot) alle Texte der Seite(n). Etwas ungewohnt, das in einem Buch-Layout zu lesen, aber es liest sich gut. Auch wenn noch ein paar Bilder im Text und ein etwas netteres Inhaltsverzeichnis gut wären (das ist auch schon meine Hauptkritik), diese Variante hat Vorteile: 

1. Ich verzeihe der digitalen Ausgabe sehr viel mehr, wenn sie gar nicht erst versucht, über eine App eine großes Brimborium à la WIRED zu veranstalten und Erwartungshaltungen weckt, die derzeit nicht befriedigt werden können. Ich finde das ist ein vielversprechender Gegenentwurf zu mit Videos und allem möglichen Schnickschnack aufgemotzten Varianten, die doch eher für ein hochpreisigeres Magazin geeignet sind.

2. Die geringeren Produktionskosten halten den Preis niedriger - eine Ausgabe kostet nur 99 Cent.

3. Mit vermutlich überschaubarem Aufwand werden die Texte viel angenehmer lesbar, als bei einem zoombaren PDF. Und Apps wie die von brandeins sind im Prinzip nichts anderes. 

4. Die Wahrscheinlichkeit gelöscht zu werden dürfte niedriger sein. Die durchschnittliche Lebenszeit einer App auf dem iPhone (und sicher auch iPad) ist ja nicht sehr hoch. Das mag sich durch das neue iOS und der Ordner-Funktion etwas ändern, aber ich denke, dass in einer iTunes-Bibliothek mehr behalten (und auch öfter mal aktualisiert) werden wird.

Das wird noch sehr interessant, was sich wo durchsetzen wird. Mega-App, erweiterte PDF-Reader-App oder iBook-Variante?

Filed under  //   iBook   iPad   taz  

Comments [2]

Von InDesign direkt auf's iPad

Media_httpwwwwoodwing_fqbqg

Alle Welt war begeistert (und auch die deutschen Downloadcharts belegen es), als das WIRED-Magazin kürzlich seine iPad-Ausgabe vorgestellt hat. Wie nun wired.com berichtet, wurde diese App mit Adobes InDesign CS5 gestaltet. Auch wenn es bisher so gut wie keine Details dazu gibt (Adobes PR director Russell Brady sagt "more details about the process in the coming months"), finde ich das bemerkenswert, weil Adobe trotz des Flash-Krieges mit Apple das iPad nicht ignoriert und eine Print-Layout-Software (und mit ihr viele Mediengestalter) abseits von Flash eine digitale Zukunft bekommen könnte. Flash-Export hat die CS5 ja schon drauf. iPad-Magazine direkt aus InDesign zu exportieren, das wäre doch eine tolle Sache. Ich bin gespannt was da noch kommt.

(Bildquelle: woodwing)

Filed under  //   Adobe   InDesign   WIRED   iPad  

Comments [7]

Das erste iPad-Wochenende

Media_httpimagesapple_sgtue

Nach den ersten Tagen mit dem iPad will ich nun auch mal meine ersten Eindrücke zum Besten geben. Nach der wie gewohnt kinderleichten Start-Synchronisierung mit iTunes und der Verbindung mit dem heimischen WLAN ist das Gerät funktionsbereit. Meine Schwester, ebenfalls seit Freitag stolze Besitzerin eines Apple-Tablets, brauchte gar nicht mehr. Der Browser alleine (und ein paar Apps) hat sie glücklich gemacht. Das iPad stand mit geöffneter Rezepte-Seite zum Kochen in der Küche, mit einem YouTube-Video zum Nachspielen auf dem Klavier und natürlich auf dem Sofa.

Ich habe indes schon eine Weile damit verbracht, die für mich wichtigsten Dinge einzurichten und zu checken. Musik und Videos aufspielen (der Sound ist absolut ok, das Bild sowieso), E-Mail-Client einrichten, App-Store durchwühlen. Und der ist noch erstaunlich leer. Twitter, Facebook, Last.fm - da ist's noch recht dünn. Allerdings finden sich ganz andere Lösungen, denn wie @juergenmessing schon etwas zugespitzt schrieb

Beste #TwitterApp für's #iPad: #Safari. Beste#Facebook App für's iPad: Safari. Beste#LinkedIn App für's iPad ...

In der Tat gewöhnt man sich schnell daran, mittels einem auf dem Homescreen abgelegten Lesezeichen viele Dienste über den Browser zu nutzen und zumeist funktioniert das ganz hervorragend. Geld würde ich für eine Facebook-App nicht mehr ausgeben. Und es wird, Martin Weigert hat zurecht darauf hingewiesen, ziemlich still. Ohne Multitasking verstummt das fröhliche Zwitschern all der Echtzeit-Clients. Aber das kommt ja noch (und dann hält der Akku wohl keine 10 Stunden mehr, das tut er nämlich wirklich).

Man kommt beim Einrichten allerdings doch an einen Punkt, wo es hakt. Die fehlende Dateiverwaltung. Natürlich gibt es die klassichen Tools wie Dropbox oder den GoodReader. Allerdings will ich ja meine Dokumente nun auch mit Pages bearbeiten. Pages hat gewissermaßen als Bestandteil der App eine eingebaute Mini-Dateiverwaltung. Mit der lassen sich Dateien auch importieren, allerdings ist das schon etwas umständlich. Apple nennt dazu drei Möglichkeiten:
  • Als E-Mail-Anhang. Öffnen Sie das Dokument in der Vorschau, und tippen Sie dann auf die Taste "Öffnen in...", um es in Pages zu öffnen.
  • Als Download aus dem Web (einschließlich iWork.com public beta). Öffnen Sie das Dokument in der Vorschau, und tippen Sie auf "Öffnen in...", um es in Pages zu öffnen.
  • Per Transfer von einem Mac oder PC mittels Dateifreigabe in iTunes. Die Taste "Importieren" in der Darstellung "Meine Dokumente" greift auf die Dateien zu, die auf das iPad übertragen wurden.
Und schnell wird klar wohin die Reise gehen muss, nämlich in die Cloud. Ein kostenloses mobile.me, eine Anbindung an Google Docs, all das würde viele Menschen dazu bewegen, ihre Daten ins Netz zu stellen, um mit Pages oder was auch immer darauf zugreifen zu können. Und dann braucht der "normale" User (und um den geht es ja beim iPad) auch keine Dateiverwaltung mehr. 

Eine hübsche Zusammenstellung von Berichten zum iPad findet sich übrigens bei netzwertig, besonders herauszuheben dabei ist die "iPadologie"von Gundolf S. Freyermuth bei CARTA.

(Bildquelle: apple)

Filed under  //   Pages   iPad  

Comments [4]

Magazine auf dem iPad

Die Vision eines iPad-Magazins am Beispielthema Wissenschaft von Bonnier R&D

Filed under  //   Magazin   Showcase   iPad  

Comments [0]