Mit "The Settlers - My City" schickt sich Ubiosoft an, eins der ganz großen Spiele auf facebook zu portieren. Aller Anfang ist klassisch. Wir befinden uns in einem Dorf im Siedler-Land Tandrien, da stehen in einer für facebook-Verhältnisse beachtlichen Grafik ein paar Häuschen in der Landschaft am Fuße des Schlosses, der Springbrunnen plätschert und nun gilt es Güter zu produzieren. Also Brot in Auftrag geben, nach einer Weile wird es fertig, holt man es nicht ab, wird es schlecht. Es gilt ein paar Wohnhäuser und eine Metzgerei zu errichten und das war's erst mal für den Anfang.
Was Appetit macht sind die Dinge, die noch nicht gehen oder gesperrt sind. Das ist zuerst eine Übersichtskarte mit Sektoren, die Holz und Steinvorkommen anzeigen und nach Expansion schreien. Vielleicht auch nach aggresiver Expansion, vulgo Krieg, was ein neuer Ton im Konzert der Putziputzi-Spiele wäre. Die Taverne, nicht nutzbar und in der letzten Siedler-Version Ort zum Anheuern von Soldaten, deutet ebenfalls darauf hin. Das Wasser lässt einen möglichen Seehandel erahnen (hoffentlich auch mit Mitspielern), die Kirche wird wohl Mönche hervorbringen - alles Ansätze aus dem letzten Siedler-Spiel.
Spannend ebenfalls ist die Existenz einer Figur, die sich per Klick steuern lässt, bisher aber noch keine Funktion hat. Vielleicht wird das ein Rollenspiel-artiger Held, den es aufzurüsten gilt? Viele Fragen, viel Potential. Wenn Ubisoft in diese Richtung arbeitet, könnte das Spiel ein kleiner Meilenstein werden.
Ökonomisch dürfte The Settlers - My City auf einer Mischkalkulation basieren, der Schwerpunkt dabei jedoch noch nicht festlegen. So ist es zum einen Werbeträger für die "großen" Siedler-Spiele, zum anderen könnte aber auch mit dem facebook-Spiel selbst eine Menge Geld zu verdienen sein.
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